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Der Du-Trend

Viele Firmen finden einfach kein Fachpersonal mehr – heißt es zumindest. Manche Firmen gehen daher eher neue und innovative Wege, um an Personal zu kommen.

Dieses beginnt schon bei Stellenausschreibungen, die auf diversen Jobbörsen zu finden sind. Die typische Stellenanzeigen sind gegliedert in Firmenvorstellung, Aufgaben und Anforderungen. Vielen Bewerbern ist die Stellenanzeige ziemlich egal, da man eh das Gefühl hat, das bei vielen Jobs nur die Firmenbeschreibung und Adresse ausgetauscht wird.

Bewerbungen schreiben kann dann dementsprechend eintönig werden

Personaler sagen, diese Stellenanzeigen werden nach und nach verschwinden. Besonders, weil das Smartphone immer mehr in den Fokus von Bewerbern rückt, um eine Bewerbung besonders effizient und zeitsparend zu schreiben. Ob das Smartphone in den nächsten fünf Jahren nun eine klassische Stellenausschreibung und die dazugehörige Bewerbung überflüssig macht, bezweifle ich.

Wer sich öfter in Jobbörsen rum treibt, der bekommt auch kuriose Stellenausschreibungen zu sehen. Die Moderne der Arbeitswelt nimmt nicht erst seit heute Einfluss in die Stellenausschreibungen. Viele Arbeitsmarktakteure inklusive Bewerber beschweren sich über die zunehmende Amerikanisierung. Diese Beschwerden sind zurecht. Wenn man auf der einen Seite fordert, dass es kaum noch gutes Personal mit höflichen Umgangsformen auf dem Arbeitsmarkt zu finden gibt, kann man nicht gleichzeitig Stellenausschreibungen mit einer Du-Anrede verfassen.

Bitte! Danke!

Unternehmer und Personaler beschweren sich immer wieder, dass diese einfachen Umgangsformen fehlen. Vielen Bewerbern mangelt es besonders an den sozialen Eigenschaften. Nein, das soll jetzt kein Rausreden werden. Bitte und Danke sind Umgangsformen die keine Toleranz zulassen. Wer die nicht drauf hat, der sollte es gar nicht erst zu einem Vorstellungsgespräch gehen. Dieser Beitrag soll viel mehr drauf zielen wie man seinen Vorgesetzten anreden soll. Viele Stellenausschreibungen von vermeintlich jungen Unternehmen benutzten in ihrer Ansprache nur das Du.

Als Auszubildender, der im ersten Lehrjahr mit der gesamten Azubi-Belegschaft einen Knigge-Kurs bekam, aber nicht, weil wir nicht bitte und danke sagen konnten. Nein, viel mehr, damit wir uns bei künftigen Geschäftsessen nicht in einer Situation befinden, mit der wir nicht überfordert werden würden. Daher frage ich mich – nicht nur im Privatleben-

Was ist aus dem guten alten „Sie“ geworden?

Dieses war Thema in unserer Gruppe. Die Bewerber beschwerten sich, dass sie mit vielen Stellenanzeigen überfordert sind, in der man mit der 2. Singular-Person angeredet wird. Diese Stellenanzeigen findet man zuhauf in den Online-Jobbörsen. Aber wie soll ich jetzt die Bewerbung verfassen? Soll man etwa den zukünftigen Vorgesetzten mit „Du“ anreden?

Grundsätzlich kamen wir dabei zu keiner eindeutigen Antwort. Ein Bewerber erzählte von seinen Erfahrungen. Er frage aufgrund der Du-Anrede in der Stellenanzeige, wie man dieses im Geschäftsalltag behandelt. Man gehe mit dieser Ansprache nur „innovative“ Wege, um mehr Bewerber zu bekommen. Aber grundsätzlich sei das Sie angebracht. Aber im Vorfeld beschwerte sich der Geschäftsführer, dass es immer schwieriger sei, Bewerber mit höflichen Umgangsformen zu bekommen.

 

Larne

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