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Arbeitslos? Sei Weihnachtsmann!

Zu Weihnachten kommen bekanntlich die besten Jobangebote. So sagen jedenfalls viele Bewerber!

Nun erreichte mich am Tag vor Heilig Abend ein Anruf. Eine Handynummer, die ich nicht kannte.

Ich rufte umgehend zurück, es könnte ja ein nettes Jobangebot sein.

Tatsächlich! Ein Jobangebot!

Eine ältere Dame mit typisch sympathischer und langsamer Stimme ging ans Telefon:

„Herr Sprenger, vielen Dank, dass Sie zurückrufen. Es geht auch um nichts Politisches!“

Es rauschte ein Lachen aus mir raus:

„Na, jetzt bin ich aber gespannt, Frau von Höfen!“

„Ja, es geht darum, ich habe gehört, dass Sie zu Weihnachten es möglich machen, dass Sie bei Kindern vorbei kommen und den Weihnachtsmann machen?!“

Ich war sprachlos. Total perplex. Ich wusste nicht so recht, was ich sagen sollte. Ich fand mich leicht lachend, aber sehr schnell wieder:

„Ja, ich habe tatsächlich mal den Weihnachtsmann gemacht, aber das war für einen Informationsstand auf dem Wochenmarkt für die CDU Achim! Da habe ich mir ein Kostüm angezogen und Schokolade an die Kinder verteilt! Das hat mir riesen Spaß gemacht, aber das ist Jahre her, von wem haben sie das denn?“

Die Frau erzählte mir detailliert wie toll sie mein Kostüm damals fand und ob ich nicht wirklich kommen würde. Sie hätte die Information von einem Nachbarn. Der Angel-Kumpel meines besten Kumpels hätte es seiner Frau erzählt, dass ich sowas mal gemacht hätte. Dann könnte ich gleich durch die gesamte Nachbarschaft. Natürlich mit entsprechender Bezahlung!

20€ für jedes liebe Kind und 40€ für jedes böse! SCHERZ!

Sofort ratterte es bei mir Kopf. Aber versucht mal am Tag vor Heilig Abend ein „vernünftiges“ Weihnachtsmann-Kostüm zu bekommen. Diese Filz-Kacke für 9.99€ von diversen Vollsortimentern erschreckt die Kinder ja nur. Mein Kostüm von damals kostete schon um die 150€ und war aus dem Inventar einer Freundin, die Weihnachtsmärkte veranstaltete. Dieses Kostüm wurde dann das letzte Jahr richtig verunstaltet und war absolut nicht mehr zu gebrauchen. Zum Karneval wurde ein Vampir-Weihnachtsmann davon. Ein leicht zerrissenes Kostüm mit Kunstblut drauf. Nicht gerade die beste Phantasie-Bringung für kleine Kinder.

Ich glaube, für nächstes Jahr werde ich mir wieder so ein richtiges Kostüm leihen. In der Nachbarschaft sind so viele Kinder.

Das Einzige, was mich nur wieder aufregte, aber da stehe ich ja drüber!

„Sie sind doch arbeitslos, hätten die Zeit dazu und könnten was nebenbei verdienen!“

Egal, ob arbeitslos oder nicht. Jeder, der in der Nachbarschaft viele Kinder hat, sollte drüber nachdenken einmal im Leben dem Weihnachtsmann zu spielen. Ich kann behaupten, dass es verdammt viel Spaß macht!

Also, in dem Sinne:

Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 2017!

Larne

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