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Das motivierende Nein mit Kaffeekränzchen und Schneewittchen

Viele Vertriebler werden mir bestimmt jetzt große Vorträge halten können und mich einfach nur dicht labern können, dass ich wahrscheinlich, um ihn los zu werden, nur irgend was unterschreibe. Heute bin ich auf eine sehr passende Stellenanzeige gestoßen.

Wenn der Kunde „Nein“ sagt, geht es für Sie erst richtig los.

Auf vielen Messen oder anderen Kundenveranstaltungen war das „Motvierende Nein“ immer wieder Thema unten den Außendienstmitarbeitern aller Branchen. Wie oft habe ich den folgenden Spruch gehört, um vom Kollegen geneckt zu werden oder ihn zu necken:

„Ey, Kollege, der Kunde hat gerade „Nein“ gesagt. Du sollst jetzt motivierend hinterher rennen und die Unterschrift holen!“

„Ja. Endlich hat man für die Kunden Zeit, die auch kaufen möchten und nicht nur einen erklären wollen, wie der eigene Job funktioniert oder das Gerät, was sie noch nie in der Hand hatten!“

Motivierendes Nein

 

Ich bin gespannt, ob die Personaler nachher schimpfen oder nicht, weil so zu wenig Bewerbungen bekommen haben. Meine haben sie jedenfalls erstmal. Aber dann möchte ich auch die Frage beantwortet bekommen, was man von Ehrlichkeit, Geduld und Langfristigkeit im Vertrieb hält. Denn über das motivierende Nein hat schon mein Vater in den 80er Jahren von den ersten amerikanischen Versicherungs- und Bankenmenschen, die Deutsch konnten, etwas gehört. Und wer möchte bitteschön seinen Kunden Geschichten erzählen? Ich nicht! Ich möchte den Kunden vom Produkt, dem Mehrnutzen und den vielen Menschen, die dahinter stehen, überzeugen es zu kaufen, um es dann wieder und wieder verkaufen zu können. Aber beim Kaffeekränzchen sitzen und von Schneewittchen zu erzählen, ist so 60er-Vorwerks-Mentalität.

„Mhhh, Frau Meyer. Der Kuchen schmeckt aber gut. Und so ein guter Kaffee! Hier müssen Sie übrigens eben unterschreiben für Ihren neuen Staubsauger!“

Ein schönes Fundstück – diese Stellenausschreibung

 

 

 

 

 

Larne

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