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BAMF sucht: „Berufserfahrene mit Bock auf Termindruck, Überstunden, Zeitdruck und Dienstreisen“

Ein Freund brachte mich auf die Idee beim BAMF – Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge – umzuschauen.  Bis Dezember 2015 sollen über 3000 neue Stellen geschaffen werden, um auflaufende Asylanträge abzuarbeiten. Heute gab es wieder Meldungen, dass dieses Amt die Stellen nicht besetzt bekommt. Bewerbungen bleiben aus, wieso nur? Könnte es vielleicht an den genannten Arbeitsbedingungen in den Stellenausschreibungen liegen?

Bereitschaft, sich in neue Aufgabenbereiche schnell und umfassend ein-zuarbeiten

Konzeptionelles und strukturiertes Arbeiten auch unter Termindruck

Flexibilität, Einsatzbereitschaft, großes Engagement, auch über die üblichen Dienstzeiten hinaus

Korrektes Arbeiten, auch unter Zeitdruck sowie besondere Zuverlässigkeit

Bereitschaft zu überdurchschnittlich vielen Dienstreisen (auch mehrtägig)

Tja, wer hat da noch wirklich Lust beim BAMF zu arbeiten? Auch, wenn man sich die gesamte Stellenanzeige durchliest, entdeckte ich nichts, was das BAMF als Arbeitgeber eigentlich positiv  darstellt. Da hilft auch die

Verbeamtung auf Lebenszeit

nicht.

Hier die komplette Stellenanzeige.

http://www.bva.bund.de/SharedDocs/Stellenangebote/DE/DLZ/nur_bund-de/BAMF_191_15_N_07102015.html

Für mich stellt sich aber eher die Frage, warum es nicht funktioniert neue Menschen einzugliedern, die sich mit Fortbildungen einarbeiten können oder auch andere Leute im Ministerium entlasten. Dem Flüchtlings- bzw. Asylproblem ist mit solchen Stellenanzeigen auch nicht geholfen. Aber solche Stellenausschreibungen sind nicht nur eine Krankheit im öffentlichen Verwaltungsbereich.

 

 

Larne

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